Beste Reste

(Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung durch Markennennung.)

Nach (und während und zwischen) zwei erstaunlich schnell gestrickten Teilen aus „Schnell gestrickt“ stand mir der Sinn erstens nach Kleinkram und zweitens nach einem aufgeräumten Wollvorrat. Dieser gibt leider nicht genug qualifizierte Sockenwolle für Frühchen-Socken oder ähnliches. Doch nach dem Hoffest ist vor dem Hoffest und auch dieses Jahr wird es bei TierSein e.V. wieder eine Tombola geben (und übrigens ein tolles Kinderprogramm!). Und ich darf jetzt hier ganz exklusiv berichten, dass da auch Handgemachtes aus dem Stricksalon dabei sein wird: aus Baumwoll-Stoffresten (die stammen größtenteils noch aus der Corona-Maskennäherei) wurden Crazy-Patchwork-Kissenhüllen und meine zahlreichen Garnreste verwandeln sich gerade in wollene Piepmatze und Kuschelhühner. Die Vögel sind Variationen des Grundmusters aus aus „Strikke Fugler: gestrickte Vögel“ der norwegischen Strickikonen Arne&Carlos (das Buch scheint aktuell vergriffen zu sein), die Hühner entstehen grob nach dem Emotional Support Chicken von The Knitting Tree L.A. Als Füllung verwende ich Polyester-Füllwatte, von der ich noch eine große Menge daheim hatte.

Hier lässt sich jetzt auch wieder wunderbar philosophieren, was nachhaltiger ist: regionale Schafwolle (vielleicht sogar von die Gnaden-Schafen) oder ohnehin vorhandene Füllwatte. Bei mir hat dann der Wunsch nach einem ordentlichen Nähzimmer den Ausschlag gegeben: Füllwatte war noch jede Menge da und ich habe aktuell keine bessere Verwendung dafür. Während man aus der Wolle der Schafe ja noch jede Menge andere tolle Sachen machen kann. Die erste Generation Kuschelhühner und Piepmatze wird also mit Polyester gefüllt sein. Wir werden sehen, ob es so viele werden, dass mein Vorrat an seine Grenzen stößt… Außerdem überlege ich gerade, ob ich die Inhaltsstoffe der Produkte deklarieren soll/muss und wie ich das mache. Von manchen Garnen kenne ich die Zusammensetzung ja gar nicht mehr…

Für die Kissenhüllen habe ich seit Jahren gehortete Stoffreste (zum Teil wirklich sehr klein) farblich sortiert und einfach wild aneinander genäht. Jeweils ein Quadrat 42*42 cm wurde gemeinsam mit einem ebenso großen Quadrat aus altem Bettwäsche-Stoff mit der Overlock umsäubert. Jeweils zwei solche Quadrate wurden erst mit einem Reißverschluss verbunden (oh ja, auch da gab es Vorräte) und dann an den drei übrigen Seiten rechts auf rechts aneinandergenäht. „Crazy Patchwork“ (einfach Zusammennähen wie das Zeug gerade liegt und kommt) ist eine gute Möglichkeit, mal ohne die Verwendung von Gehirnschmalz an der Nähmaschine zu sitzen. In unserem Vintage-Wohnwagen haben wir übrigens schon länger solche Kissen, vielleicht hat mich das Nähen daher auch gleich in Urlaubsstimmung versetzt.

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