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Am Wochenende kam endlich mein langersehnter Faserkalender von Frau Wöllfchen an! Zwar gehörte das Spinnen traditionell zu Tätigkeiten, die früher während der Rauhnächte verboten waren. Doch da mir das innerlich gerade so sehr hilft, werde ich wahrscheinlich auch in den dunkelsten Tagen des Jahres die beruhigende Wirkung des Spinnrades genießen. Und nach all der grauen Steinschaf-Wolle freue ich mich jetzt auf ein paar Farbtupfer! (Bilder gibt’s nach dem Auspacken, aber ich finde ja auch die Verpackungen hinreißend!)
Hoffentlich freut sich auch meine Mutter über ihren Adventskalender. Sie äußerte vor einiger Zeit den Wunsch, auch „mal wieder was zu stricken“. Sie hat zwar zwei Töchter zu versierten Strickerinnen erzogen, aber selber früher wenig gestrickt. Jetzt brauchten wir also ein einfaches Projekt, geeignet für Menschen mit schlechten Augen, das als Ergebnis dann schon etwas „hermachen“ sollte. Sie entschied sich für ein dreieckiges Trachtentuch, wie ich es vor Jahren mal für meine Tante gestrickt hatte. Das Prinzip ist ganz einfach: mit einer neutralen Farbe werden drei Maschen angeschlagen und kraus rechts gestrickt. Nun wird in JEDER Reihe am Anfang eine Masche zugenommen (RM abheben, 1 M aus Querfaden rechts verdreht abstricken, restliche Maschen rechts stricken – auf der Rückseite ebenso). So entsteht ein gleichschenkliges Dreieck. Zum Abschluss (die lange Seite sollte mindestens einen Meter lang sein) wird das Tuch in Kontrastfarben (hier darf sich gern nach dem Kleiderschrank der Trägerin gerichtet werden) umhäkelt.


Auf dem Wollmarkt Vaterstetten erstand ich vier Stränge Frankenwolle Braun Melange 400 – einen Strang für jeden Adventssonntag. Und damit das Ganze nicht allzu vorhersehbar wird, gibt es jeweils eine kleine strickbezogene Überraschung dazu.
Den ersten Strang habe ich bereits aufgewickelt und angeschlagen – damit sie auch keine Ausrede vortäuschen kann! Als Nadeln habe ich alte Jackennadeln der Stärke 4 aus dem Fundus meiner Großmutter benutzt – ich bin mal gespannt, ob sie die wiedererkennt! Schon das Wickeln und Anstricken war eine wahre Freude, denn die Wolle ist erstaunlich weich und riecht herrlich nach Schaf!
Da sie mit den Jackennadeln nicht sehr weit kommen wird, bekommt sie am zweiten Adventssonntag eine Rundstricknadel. Auch die hatte ich noch in meinem Fundus und kann im Zweifel darauf verzichten – schließlich stricke ich zur Zeit am liebsten mit den Unicorn-Rundstricknadeln von Addi. Ab hier gibt es übrigens keinen Wickelservice mehr – das darf sie selber machen oder ihre Enkelkinder einspannen!
Am dritten Sonntag gibt es das überaus nützliche Giveaway von Frankwolle – eine kleine hölzerne Schablone für Nadelstärken mit einem seitlichen Lineal. Wie genial ist denn das? Ich benutze zum Ermitteln von Nadelstärken ja immer noch die alte Pappverpackung einer Rundstricknadel…
Zum krönenden Abschluss bekommt sie am vierten Advent ein Set Maschenmarkierer, das ich gemeinsam mit meiner Tochter gebastelt habe. Die sind für dieses Projekt nicht unbedingt nötig, aber sie verleihen dem Kalender noch einen persönlichen Touch und wer weiß, vielleicht folgt ja bald ein nächstes Projekt!
Weitere mögliche „Dazugebsel“ wären u.a.
- leckerer Tee
- Lebkuchen
- duftende Bienwachskerzen
- Seifen (gerne auch eingefilzt!)
- etwas zum Lesen (z.B. die Holunderelfe)
- selbstgemachte Marmelade
- ein Rezept für die Lieblingsplätzchen
- ein QR-Code zu einem besonderen Musikstück, das man vorher als digitales Geschenk erworben hat (bei Apple zumindest kann man ein Datum angeben)
- ein Päckchen Puddingpulver
- Christbaumanhänger…
Hier kann man sich wirklich kreativ austoben, sofern der Geschmack der beschenkten Person bekannt ist!



Das Ganze habe ich in ausreichend große Stoffbeutel aus der Weihnachts-Kiste verpackt – zum Teil sind das noch Nikolausbeutel aus der Kindergartenzeit meiner Kinder. So erfahren die auch nochmal einen großen Auftritt… Ich bin echt mal gespannt, was sie dazu sagen wird und wie sie damit zurecht kommt!



